Foto: Stephan Wriecz

WURZELN SCHLAGEN

Herzhafte Texte mit Musik

Gastspiel des Logo des Chawwerusch-Theaters

„Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätten Kartoffeln, Tomaten und was sonst noch alles schon 200 Jahre vorher hungrige Mäuler in Europa gestopft!“
(aus: „Juanito, der Küchenjunge von Kolumbus“ von Walter Menzlaw)

Gärten – oft besungen und gepriesen als Plätze der Inspiration und Schönheit. Während es ungezählte Blumengedichte gibt, wurden Nutzpflanzen, die doch eigentlich unsere Lebensgrundlage bilden, von den schönen Künsten weitgehend außer Acht gelassen. Aber es gibt auch Ausnahmen. „Du hast die Blumen lieber und Erbs‘ und Gurken ich.“ Josef Weinheber betont in seinem „Bauerngarten“, wie Rosen und Kohl die schönste Symbiose bilden. In diesem poetisch-musikalischen Programm sind bodenständige Kartoffeln, himmlische Äpfel oder auch bissige Zwiebeln zweifellos die Stars. Die neue Lesung widmet sich vor allem den nahr- und schmackhaften Gewächsen in unseren Gemüsegärten  – mal süffisant, mal nachdenklich, mal spöttisch. Armin Sommer unterstützt musikalisch auf mehr als ungewöhnlichen Instrumenten.

Wo die klassische und zeitgenössische Literatur Lücken hat, haben Felix S. Felix und Walter Menzlaw auch eigene Texte verfasst, die die Einwanderungsgeschichte von Tomaten, Zucchinis und Kartoffeln erzählen. Immer mal wieder darf das Publikum mitraten, wenn sich in Rätseln Pflanzen selbst präsentieren und dabei ihren Namen verschweigen.

 

Es liest
Felix S. Felix

Musik und Komposition
Armin Sommer

Regie
Walter Menzlaw

Textrecherche und Sprechgestaltung
Sieglinde Eberhart