Walter Menzlaw
Warum Theater?
Weil niemand Theater alleine machen kann. Weil alle Theater spielen können.
Weil Theaterspielen nicht vorspielen, sondern zusammen spielen heißt.
Weil hier alles Künstliche gegen Kinder und Tiere verliert.
Weil auch das Publikum eine Rolle hat, selbst wenn es sich im Zuschauerraum versteckt.
Weil ich im Theater sehe, wie es gemacht wird, und mir das dann überall auffällt, wo Macht ausgeübt wird.
Weil nirgendwo sonst Hänger und Pannen so aufregend sind.
Weil wir vor der Aufführung Angst haben und weil wir danach erleichtert sind.
Weil Theater nicht gesammelt und überteuert weiterverkauft werden kann.
Weil Theater nur einmal geschieht.
(Stefan Kaegi, Rimini Protokoll)
Seit fünf Jahrzehnten lebe ich von und mit dem Theater. Eigentlich war schon meine Kindheit ein einziges Theatern. Durch das Theater Spielen bin ich in gewisser Weise Kind geblieben.
Als Hausautor und -regisseur habe ich über vier Jahrzehnte beim professionellen freien Chawwerusch Theater in Herxheim in der Pfalz gewirkt. Weit über einhundert, meist selbst entwickelte Stücke, sind in produktiver Zusammenarbeit mit den Spielenden entstanden,
unter anderem: „Heimwärts in die Fremde“, „Maria hilf!“, „Trotz alledem“, „Simplicissimus“, „Animal Farm“, „Die Odyssee“, „Alte Sorten“, „Der zerbrochne Krug“.
Schon fast seit der Gründung des Theaters unter der Dauseck, gab es eine enge Verbindung und Austausch. Ab 2013 begann meine Zusammenarbeit mit dem TudD als Regisseur und teilweise Autor.
- „Hemdenwechsel“ von Barbara Schüßler (2013), Regie
- „Franzosenbraut14“ von Barbara Schüßler (2014), Regie
- „Zündstoff“ von Barbara Schüßler (2016), Regie
- „Auf Anfang“ von Barbara Schüßler (2018), Regie
- „Deckel drauf“ von Barbara Schüßler (2019), Regie
- „Lumpen Papier“ (2020), Buch
- „Auge um Auge“ (2021), Buch und Regie
- „1547“ von Barbara Schüßler (2022), Regie
- „Friedas Weltuntergang“ nach Jura Soyfer (2024), Buch und Regie
- „Die Mutprobe“ (2026), Buch und Regie